Siemens will Jobverlagerung ausweiten
Der deutsche Siemens-Konzern erwägt angeblich Stellenverlagerungen für weitaus mehr deutsche Standorte als bisher bekannt.
"Die Größenordnung, um die es hier geht, liegt auf alle Fälle im fünfstelligen Bereich", heißt es aus dem Umfeld der Gewerkschaften.
Die Tageszeitung "Die Welt" berichtete am Montag ebenfalls über Verlagerungspläne für andere Siemens-Sparten. Siemens selbst bestätigte die Angaben nicht. "Wir kommentieren das nicht", sagte eine Konzernsprecherin.
Beschäftigungsaufbau vor allem im Ausland
Siemens erklärt seit längerem, dass sich der Aufbau von
Beschäftigung künftig primär im Ausland vollziehen wird, wo der
Konzern knapp 80 Prozent seiner Umsätze erwirtschaftet und 60
Prozent seiner Mitarbeiter beschäftigt.
Siemens plant Arbeitsplatz-Verlagerung170.000 Jobs in Deutschland
Der Münchner Technologiekonzern mit etwa 170.000 Arbeitnehmern in Deutschland hatte vor gut einer Woche erklärt, die Kosten an den Standorten Bocholt und Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen müssten deutlich sinken, um international wettbewerbsfähig zu sein.
Andernfalls drohe der Verlust von rund 2.000 der insgesamt 4.500 Stellen. In den Werken werden Handys und schnurlose Festnetztelefone gefertigt. Die Netzwerksparte ICN hatte Anfang Februar bereits den Wegfall von 500 bis 600 Stellen in Baden-Württemberg angekündigt. Die Arbeitsplätze werden den Angaben zufolge möglicherweise nach China verlagert.
