11.03.2004

DEUTSCHLAND

Siemens plant Arbeitsplatz-Verlagerung

An den deutschen Standorten der Siemens-Sparte ICM in Bocholt und Kamp-Lintfort sind Tausende von Arbeitsplätzen bedroht.

Die Firmenleitung habe die Belegschaftsvertretung darüber informiert, dass "unter den gegebenen Bedingungen der Kostenstrukturen eigentlich 2.000 Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden müssten", so ein Siemens-Sprecher am Donnerstag.

Dies sei aber keineswegs beschlossen: "Es gibt ein klares Bekenntnis, dass wir für Vorschläge offen sind und eine einvernehmliche Lösung anstreben."

In Kamp-Lintfort werden Handys produziert, in Bocholt schnurlose Festnetz-Telefone. An beiden Standorten sind nach Angaben der Gewerkschaft 5.000 Menschen beschäftigt. Hintergrund der Überlegungen sei, Stellen etwa aus der Produktion von Mobiltelefonen nach Ungarn zu verlegen.