Gute Quartalszahlen bei SAP
Europas größter Softwarekonzern SAP hat die Umsatzerwartungen von Analysten im ersten Quartal erfüllt, beim operativen Gewinn aber unter dem schwachen Dollar gelitten.
Der bereinigte operative Gewinn des deutschen Unternehmens verbesserte sich in den drei ersten Monaten 2004 um neun Prozent auf 332 Millionen Euro, wie SAP am Donnerstag in Walldorf berichtete.Ohne Währungseffekte hätte das Plus sogar 18 Prozent betragen.
"Wir sind mit dem Start in das Jahr zufrieden, unsere Zahlen bestätigen unsere Erwartungen", sagte Vorstandschef Henning Kagermann.
Umsatz mit Softwarelizenzen gestiegen
Der Konzernumsatz traf mit 1,6 [nach 1,5] Milliarden Euro die
Expertenschätzungen. Der Umsatz mit Softwarelizenzen stieg erstmals
seit zehn Quartalen wieder um fünf Prozent auf 370 Millionen Euro.
"Wachstum geht jetzt vor Profitabilität"SAP hatte sich für 2004 vor allem Wachstum im Umsatz auf die Fahnen geschrieben. Der Lizenzumsatz soll um etwa zehn Prozent zulegen, die operative Marge um einen Prozentpunkt auf 28 Prozent steigen. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 4,20 bis 4,30 Euro steigen.
Vor allem in den USA sei das Geschäft im ersten Quartal gut gelaufen, teilte SAP weiter mit. Dort habe der Umsatz mit neuen Softwarelizenzen um 45 Prozent auf 127 Millionen Euro zugelegt, in USD gerechnet waren es sogar 65 Prozent.
Die USA sind für SAP der zweitwichtigste Markt. Auf dem größten Einzelmarkt Europa ging das Lizenzgeschäft im ersten Quartal dagegen nochmals um vier Prozent auf 197 Millionen Euro zurück, in Deutschland allein um ein Prozent.
Marktanteil gesteigert
Der weltweite Marktanteil im Vergleich zu den vier größten
Konkurrenten sei damit binnen Jahresfrist auf 54 von 51 Prozent
gestiegen.
Mehr Gegenwind für PeopleSoft-Fusion
