22.04.2004

BEEPCARD

Kreditkarte hört auf Kommando

Eine Kreditkarte, die erst auf Kommando ihres Eigentümers Geld freigibt, soll in Zukunft das bargeldlose Bezahlen sicherer machen.

Die kalifornische Firma Beepcard hat nun den ersten Prototypen einer Kreditkarte mit integriertem Mikrofon, Lautsprecher, Batterie und Stimmerkennungschip vorgestellt.

Die Karte funktinoniert erst, wenn der Eigentümer das Passwort gesprochen hat und es erkannt wurde. So sollen Diebe selbst mit Kenntnis des Codes mit einer gestohlenen Plastikkarte nichts mehr anfangen können.

Karte kommuniziert mit Computer

Die Spracherkennungskarten basieren auf einer früheren Beepcard-Technologie, die das Bezahlen im Internet betraf.

Bei der "ComDot"-Technologie wurde noch kein Mikrofon, aber ein Lautsprecher in die Karte eingebaut, über den ein individuelles akustisches Signal an einen Rechner mit Mikrofon gesendet wurde. Diese Tonsequenz musste anschließend vom Firmenserver verifiziert werden, damit das Geschäft abgewickelt werden konnte.

So konnte sichergestellt werden, dass der Kunde nicht nur die Nummer irgendeiner Kreditkarte eingab, sondern diese auch wirklich in Händen hielt. Doch das Benutzen von gestohlenen Karten kann erst mit der neuen Spracherkennungskarte verhindert werden.

Auch die jetzigen Spracherkennungskarten identifizieren sich selbst via ID-Signal, doch erst nachdem das gesprochene Passwort des rechtmäßigen Eigentümers überprüft wurde.

Lebensdauer von zwei Jahren

Die Herausforderung bestand für Beepcard vor allem darin, ein Spracherkennungssystem und Audio-Schaltkreise zu entwickeln, die nur von einer winzigen Batterie angetrieben werden.

Um Energie zu sparen, ist die Elektronik nur eingeschaltet, wenn die Karte in Gebrauch ist. Der Besitzer muss vor jeder Transaktion einen Knopf auf der Karte drücken, um sein Codewort aufzusprechen.

Die Lebensdauer der nicht austauschbaren Batterie ist so ausgelegt, dass mit der Kreditkarte zwei Jahre lang täglich zehn Transaktionen durchgeführt werden können.