Kritik an geplanter Spaltung der Telekoms
"Infrastruktur-basierter Wettbewerb"
Die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der EU-Kommission über weitere EU-Regeln für die Telekomindustrie dauern an.
Der Chef der Generaldirektion Wettbewerb, Philip Lowe, hält die Abspaltung der Telekomnetze in eigene Gesellschaften, wie sie die zuständige Telekomkommissarin Viviane Reding andenkt, für keine gute Idee. "Wenn das die Regel wird, würde das Investitionen hemmen", sagte er am Dienstagabend in Brüssel.
Lowe verwies auf den Unterschiede zwischen Telekomindustrie und Energiewirtschaft: Während auf dem Strom- und Gasmarkt die Netze unabdingbar für den Zugang zum Endkunden seien, gebe es im Telekomsektor "bis zu einem gewissen Grad einen Infrastruktur-basierten Wettbewerb". Eine Entflechtung könnte zu einer Konsolidierung beim Status quo führen, fürchtet Lowe.
Reding will am 13. November ihre Pläne für weitere Reformvorschläge für die Telekommunikationsmärkte vorlegen. Unter anderem will sie Regulierungsbehörden stärken.
(APA)
