DRAM-Preise auf neuem Jahreshoch
Anders als vor kurzem prognostiziert steigen die Preise für DRAMs derzeit so stark wie seit über vier Jahren nicht mehr.
Der Preis 256-Mbit DDR-DRAM liegt nach Angaben der Handelsplattform DRAMexchange.com mittlerweile bei 6,53 USD nach 3,70 USD zu Jahresbeginn. Ende 2003 hatten Analysten noch einen Preisrückgang bis auf 3,30 USD prognostiziert.
Hintergrund sind Analysten zufolge Kapazitätsengpässe durch die Umstellung auf effizientere Produktionstechnologien, die durch die zunehmende Konzentration vieler Hersteller auf andere Speicherprodukte noch verstärkt werden.
Seit Jahresbeginn sind die Preise um mehr als 70 Prozent gestiegen, was umso überraschender ist, da das erste Quartal für die Branche traditionell schwach verläuft. Unterdessen verzeichnen die Chiphersteller wachsende Gewinne und auch die Aktien der Branche legten zuletzt kräftig zu.
DRAM-Spotpreise heben weiter abFlashspeicher knabbern an Kapazitäten
"Auf der einen Seite gibt es Probleme mit technischen Upgrades, und auf der anderen Seite stellen die Produzenten ihre Kapazitäten auf Flash-Speicherchips und andere Chips um", sagt Eric Tang, Sprecher vom taiwanesischen Hersteller Powerchip Semiconductor.
Durch die Umstellung bleibt den Speicheranbietern weniger Kapazität für die DRAM-Herstellung - eine Entwicklung die etwa beim Marktführer Samsung erkennbar wird. So haben die Koreaner ihre Produktion von über 80 Prozent vor zwei Jahren auf derzeit auf 60 heruntergefahren.
Engpässe bei DRAMs entstehen aber auch dadurch, dass die Hersteller die Chip-Strukturen laufend verkleinern, um so eine höhere Produktivität zu erzielen. Dieser hoch komplexe Vorgang geht häufig nicht ohne Probleme - und damit Produktionsausfälle - von statten.
