Hollywood sieht Erfolg bei Screener-Kopien
Die Zahl von illegal kopierten Screeners [Kopien von Vorab-Exemplaren für Oscar-Juroren] hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen.
30 Prozent der Filme sind dennoch illegal kopiert und vertrieben worden, gab der US-Branchenverband Motion Pictures of America [MPAA] bei einem Treffen von Vertretern von Hollywood-Studios, unabhängigen Filmproduzenten und Film-Innungen vorgelegt bekannt. Im Vorjahr wurden 44 Prozent der Filme unerlaubterweise kopiert.
Jack Valenti, President und CEO der MPAA, führte den Rückgang auf gesteigertes Bewusstsein der Juroren und technologischen Fortschritt zurück.
Letztes Jahr wollten die Filmstudios den Versand von Vorab-Exemplaren an die Oscar-Juroren sowie für den Golden Globe einstellen.
Sieg für Indie-Labels gegen HollywoodErstes Urteil
Einer der Hauptverdächtigen im letzten Screener-Fall, Russell W. Sprague aus Illinois, wurde Montag in Los Angeles schuldig gesprochen.
Er hatte zugegeben, mehr als 200 Filme, darunter "The Last Samurai" und "Master and Commander", zum Download ins Internet gestellt zu haben.
Erhalten hatte er die Filme von Carmine Caridi, einem Mitglied der Oscar-Jury. Sprague drohen nun bis zu drei Jahre Haft und möglicherweise muss er Rückzahlungen an die Filmstudios leisten.
Erstes "Copyright-Opfer" bei den Oscars
