14.04.2004

EU +10

Starkes IT-Wachstum in neuen EU-Ländern

Obwohl der weltgrößte Computer-Chiphersteller Intel mit seinem Ausblick auf das nächste Quartal unter den Erwartungen der Analysten geblieben ist, blickt Intel-Europa-Chef Jürgen Thiel nach dem ersten Quartal zuversichtlich in das heurige Gesamtjahr.

Wie schon in ersten drei Monaten dürfte der Umsatz auch in den nächsten Monaten an die 20 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen.

Starke Wachstumschancen sieht Thiel in den EU-Erweiterungsländern, für die er vor kurzem die Verantwortung übernommen hat. Einen unmittelbaren Impuls nach der Erweiterung werde es zwar nicht geben, der Investitionsbedarf sei aber noch enorm. In Polen etwa hätten erst 12 Prozent der Haushalte einen PC.

Starkes Notebookgeschäft

Insgesamt zeichne sich am europäischen Markt im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren eine klare Erholung ab. Mittlerweile seien die Unternehmensinvestitionen bereits das dritte Quartal gestiegen.

Überdurchschnittlich wachse weiter das Geschäft mit Notebooks. Zuwächse gebe es aber auch im Bereich Unterhaltungselektronik wie Fernsehern - Stichwort "vernetzter Haushalt". Europa, meint Thiel, könnte hier eine Vorreiterrolle einnehmen.

Der Intel-Europa-Chef gilt auch als möglicher Kandidat für den vakanten Chefposten beim Konkurrenten Infineon. In einem Reuters-Interview schloss Thiel einen Wechsel nicht gänzlich aus.