EU-Beitrittsländer lassen chello wachsen
Der Kabel-Internetanbieter chello hat in Österreich 2003 die Kundenzahl um zehn Prozent auf 205.800 gesteigert.
Am stärksten sei der polnische Markt gewachsen, der um 130 Prozent zulegte [Kunden: 32.600], erklärte Michaela Adami-Schrott, chello-Chefin für die Mittel- und Osteuroparegion.
In Ungarn, wo chello wie in Polen seit vier Jahren vor Ort ist, betrug das Kundenwachstum demnach gut 46 Prozent [Kunden: 41.300]. Insgesamt wachse die Telekom-Branche in Osteuropa doppelt so schnell wie in der EU.
In Tschechien und der Slowakei, wo chello seit 2003 vertreten ist, habe man inzwischen 24.400 bzw. 2.500 Kunden. Als nächstes will Adami-Schrott nach Rumänien expandieren, einen Starttermin gebe es aber noch nicht.
Auffallend sei bei allen osteuropäischen Ländern, dass sie ins Internet gleich über einen Breitbandanschluss [ADSL oder Kabel] einsteigen und nicht mit einem Modemzugang anfangen. Auf Grund der zum Einkommen vergleichsweise teuren Computer würden die Konsumenten Kombiangebote aus Internetzugang mit gestützten PCs bevorzugen.
IT-Wachstum in EU-BeitrittsländernLobbying für Kooperationen
Bei der Internetnutzung hinken laut chello die osteuropäischen Länder Österreich um zwei bis drei Jahre hinterher, gleichzeitig habe Österreich gegenüber Schweden, Norwegen und den Niederlanden einen Rückstand von einem Jahr. Das sei nicht zuletzt darauf zurück zu führen, dass in diesen Ländern die Kabelnetzbetreiber enger kooperieren.
Die österreichische Lobbyingorganisation Multimedia Austria "ist aber der Schritt in die richtige Richtung", so Adami-Schrott. Zu konkreten Gesprächen über eine Zusammenarbeit mit anderen Anbietern, wie sie chello bereits mit Telesystem Tirol hat, wollte sich Adami-Schrott nicht äußern.
Chello hat konzernweit [Niederlande, Belgien, Frankreich, Norwegen, Schweden, Ungarn, Polen, Slowakei, Tschechien und Österreich] nach eigenen Angaben 750.000 Kunden.
