02.04.2004

ANSATZ

HP will Ordnung ins Digifoto-Chaos bringen

Der Absatz von Digitalkameras boomt, und Digitalfotografen schießen etwa drei Mal so viele Fotos wie Fotografen, die noch analoge Filme einsetzen. Da die wenigsten Bilder zu Papier gebracht werden, dient das Notebook dabei oft als Fotoalbum.

Doch nur die wenigsten behalten die Übersicht über die wahre Flut an importierten Schnappschüssen. Meist warten die Bilder in diversen "Temp"-Ordnern auf ihre ordentliche Benennung und anschließende Archivierung.

Hewlett-Packard [HP] will nun mit einer neuen Software Ordnung in das Foto-Chaos bringen. Diese belauscht Gespräche, wenn die Bilder Freunden gezeigt und erklärt werden und katalogisiert die Fotos anhand der gehörten Schlüsselwörter.

Prototyp

Auf einem Rechner mit Mikrofon installiert, aktiviert sich das Programm automatisch, wenn ein Fotofolder geöffnet und die gezeigten Bilder kommentiert werden. Nach 30 Sekunden Stille schaltet sich die Software ab.

Derzeit ist das Programm jedoch noch im Prototyp-Stadium.

"Das ist ein wirklich cleverer Ansatz", urteilt Mor Naaman von der Stanford University. Er arbeitet an der Integration des Satellitennavigationssystems GPS in Digitalkameras, welche die Fotos nach dem Standort des Fotografen benennen soll.

Andere Hersteller setzen auf Bilderkennungssysteme, die Bildelemente identifizieren und diese so zuordnen sollen.