HP will Ordnung ins Digifoto-Chaos bringen
Der Absatz von Digitalkameras boomt, und Digitalfotografen schießen etwa drei Mal so viele Fotos wie Fotografen, die noch analoge Filme einsetzen. Da die wenigsten Bilder zu Papier gebracht werden, dient das Notebook dabei oft als Fotoalbum.
Doch nur die wenigsten behalten die Übersicht über die wahre Flut an importierten Schnappschüssen. Meist warten die Bilder in diversen "Temp"-Ordnern auf ihre ordentliche Benennung und anschließende Archivierung.
Hewlett-Packard [HP] will nun mit einer neuen Software Ordnung in das Foto-Chaos bringen. Diese belauscht Gespräche, wenn die Bilder Freunden gezeigt und erklärt werden und katalogisiert die Fotos anhand der gehörten Schlüsselwörter.
Die Erklärungen werden zuerst auf Festplatte gespeichert und dann mittels Spracherkennungssoftware in Text umgewandelt. Danach werden Schlüsselwörter wie "Geburtstag", "Sydney" und "Weihnachten" extrahiert und die Fotos danach geordnet und benannt.
Hewlett-Packard LabsPrototyp
Auf einem Rechner mit Mikrofon installiert, aktiviert sich das Programm automatisch, wenn ein Fotofolder geöffnet und die gezeigten Bilder kommentiert werden. Nach 30 Sekunden Stille schaltet sich die Software ab.
Derzeit ist das Programm jedoch noch im Prototyp-Stadium.
"Das ist ein wirklich cleverer Ansatz", urteilt Mor Naaman von der Stanford University. Er arbeitet an der Integration des Satellitennavigationssystems GPS in Digitalkameras, welche die Fotos nach dem Standort des Fotografen benennen soll.
Andere Hersteller setzen auf Bilderkennungssysteme, die Bildelemente identifizieren und diese so zuordnen sollen.
24/7-Kamera knipst den Alltag
HP arbeitet auch an einem Kamerasystem, das via Minikamera an der
Kleidung im Alltag automatisch und "zufällig" Terabytes an Fotos
schießen, speichern und anschließend sogar die besten Schnappschüsse
selbstständig aus der Bilderflut aussortieren soll.
Kamera soll Fotografen die Arbeit abnehmen
