01.04.2004

INTERNET

China auf schizophrenen Zensurwegen

Angesichts einer drohenden Verurteilung durch die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen hat sich die chinesische Regierung selbst kritisch zur Lage der Menschenrechte in ihrem Land geäußert, gleichzeitig gehen allerdings die Repressionen gegen "E-Dissidenten" weiter.

Trotz der bereits unternommenen "großen Anstrengungen" bleibe noch "viel Raum zur Verbesserung der Menschenrechtsbedingungen", hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Weißbuch des Staatsrats.

Darin verspricht die Regierung gleichzeitig, sie werde in ihrem Bemühen um eine Verbesserung der Lage nicht nachlassen.

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Ungeachtet dieser guten Absichten wurde erst am Mittwoch in China wieder eine "E-Dissidenten" zu 18 Monaten Arbeitslager verurteilt, weil sie in einem Internet-Forum die Art kritisiert hatte, mit der die Regierung auf Beschwerden von Bürgern reagiert.