31.03.2004

MAUT.AT

Österreichs Mautsystem läuft klaglos

90 Tage nach Einführung der Lkw-Maut in Österreich liegen die Einnahmen nahezu exakt im angepeilten Plan.

Das erklärte Klaus Schierhackl, Leiter des Bereichs Maut in der Autobahngesellschaft ASFINAG, am Mittwoch bei einer Mautkonferenz an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Technische Probleme hat es nach Aussagen des Mautbetreibers Europpass kaum gegeben. Europpass-Chef Christian Newole gab am Mittwoch lediglich vereinzelte Ausfälle bei der Erfassung durch die Mautbalken und beim Abruf der detaillierten Fahrtenauflistung via Internet an.

Ein maßgeblicher Teil der Erfassungsprobleme sei außerdem auf Fehler der Fahrer - etwa beim Anbringen der GO-Box - zurückzuführen. So funktioniere die GO-Box nicht mehr, wenn sie verkehrt herum angebracht wird.

Frächter mit System zufrieden

Einige Probleme habe am Anfang noch die Angabe der Mautkategorie bereitet, die von der Zahl der Lkw-Achsen abhängt. Viele Fahrer hätten am Anfang etwa beim Wechsel des Anhängers vergessen, die Kategorie zu ändern.

Damit in diesen Fällen nicht die Ersatzmaut von 220 Euro verrechnet wird, haben die Fahrer die Möglichkeit, nachträglich die Fahrt anzumelden. Der Fahrer muss sich allerdings binnen 30 Minuten melden. Die Frächter verlangen jedoch eine Nachmeldefrist von 48 Stunden, so der stellvertretende Obmann des Fachverbands Güterbeförderung, Nikolaus Glisic.

Die Fahrer seien ohnehin schon überfordert. Leichter sei es, wenn der Spediteur die wegen technischer Probleme nicht registrierte Fahrt im Nachhinein aus dem Büro anmelden könnte. Ansonsten zeigte sich aber auch Glisic positiv überrascht. Das Mautsystem funktioniere technisch besser als erwartet.