Großaufräumen bei Infineon
Fünf Tage nach der überfallsartigen Ablösung von Infineon-Chef Ulrich Schumacher verlassen zwei weitere Spitzenmanager den Münchener Chipkonzern.
Der für die zentralen Verwaltungsfunktionen zuständige Leiter des Corporate-Centers wie der Kommunikationschef wurden am Dienstag gefeuert und sofort vom Werksschutz zum Ausgang geleitet, hieß es. Die Trennung erfolge einvernehmlich, Gründe wurden nicht genannt.
Aus Branchenkreisen verlautete, die beiden seien keineswegs die einzigen Führungskräfte, die das Unternehmen verlassen müssten. So stehe etwa auch der Führungsposten für Personalfragen zur Disposition
Infineon hatte am Donnerstag überraschend den Rücktritt von Schumacher mitgeteilt und mittlerweile "persönliche Gründe" für das Ausscheiden verantwortlich gemacht.
Der Blitzabritt von CEO Schumacher"Autoritär" war ausschlaggebend
Nach Angaben aus dem Aufsichtsrat waren vor allem Kritik am autoritären Führungsstil des 45-jährigen Managers sowie Strategiefragen für den Rückzug ausschlaggebend.
Schumacher selbst hatte sich nicht äußern wollen. Nun hat der Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige BASF-Finanzchef Max Dietrich Kley übergangsweise die Führung des Vorstands übernommen.
