25.03.2004

STUDIE

Österreichs Unternehmen und Open Source

Österreichische Unternehmen setzen Open-Source-Software [OSS] vor allem im Server-, Internet- und Datenbankbereich ein.

Das ergibt eine aktuelle Studie, die von der Firma lizenzfrei zusammen mit der Uni Linz [Institut für Wirtschaftsinformatik] erstellt wurde. Untersucht wurde der Einsatz von Open-Source-Software sowie deren Akzeptanz in österreichischen Unternehmen.

Demnach schätzen diejenigen Firmen, die Open-Source-Produkte verwenden, vor allem den niedrigen Kapitaleinsatz und die höhere Stabilität. Als gravierendste Nachteile wurden der mangelnde Support und der Mangel an qualifiziertem Personal bezeichnet.

MySQL, OpenOffice und SuSE führen

Bei passenden Rahmenbedingungen wie niedrigen Kosten und ausreichender Akzeptanz würden jedoch zwei Drittel der Unternehmen OSS einsetzen.

Diejenigen, die kommerzielle Software einsetzen, sind meist generell zufrieden und schätzen Dokumentation und Schulung sowie die Erweiterbarkeit. Schlusslichter sind Kosten und Sicherheitsmechanismen.

An Open-Source-Produkten werden vor allem MySQL, OpenOffice, SuSE Linux, Redhat, Apache, Mozilla und Debian verwendet. Als Beweggründe gaben die Unternehmen "Kostenreduktion" vor "Unabhängigkeit" und "Ideologie" an. Letzteres scheint beim OSS-Einsatz eine entscheidende Rolle zu spielen, wie die Kommentare der insgesamt 917 ausgefüllten Fragebögen ergeben.

Von "Lizenzenwahn" bei kommerzieller Software, "Eleganz der Lösungen" bis hin zu Anti-Microsoft-Statements reicht die Palette der Meinungen.

Diejenigen Unternehmen, die von vornherein nicht OSS einsetzen, sprechen meist von "mangelnder Bekanntheit", "mangelndem Know-how" und Zufriedenheit mit der derzeit eingesetzten kommerziellen Software.

"Informationen in deutscher, verständlicher Sprache wären eine Wonne", so der Kommentar eines Studienteilnehmers.