"CeBIT war noch nie so wertvoll wie heute"
Die Geschäftsmodelle der Unternehmen in vielen Branchen werden sich mit fortschreitender Digitalisierung nach Einschätzung von Philips-Manager Gottfried Dutine fundamental verändern.
Das betreffe nicht nur die PC-Branche und die Konsumentenelektronik, sagte Dutine auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Die Digitalisierung von Geräten und Medien sei der Grund aller Veränderungen. "Das ist schon keine Evolution mehr, das ist eine Revolution", sagte Dutine.
Noch vor Jahren hätten die verschiedenen Industriezweige auf der CeBIT keinerlei Berührungspunkte gehabt.
Heute ermögliche die Digitalisierung die Entwicklung von Produkten wie Foto-Handys oder Breitband-Fernseher, die keiner Branche mehr exakt zuzuordnen sind. "Heute sind verschiedene Branchen wie Telekom-Unternehmen, Inhalteanbieter oder Elektronik-Unternehmen alle Teil einer Wertschöpfungskette", sagte Dutine.
CeBIT als "Messe der MedienkonvergenzNoch nie so wertvoll wie heute
Die Wertschöpfung habe sich von den Produkten zu den Innovationen verlagert. Um den Veränderungen in der digitalisierten Welt Rechnung zu tragen, seien vermehrt Kooperationen zwischen den Branchen nötig.
Die großen Unternehmen seien es jedoch bereits gewohnt, zusammen zu arbeiten und stünden in regelmäßigem Kontakt. Es werde aber auch mehr Kapitalbeteiligungen geben. "Wir sind recht gut darin, verschiedene Industrien zusammen zu kriegen", sagte Dutine.
Angesichts der tief greifenden Veränderungen habe die weltgrößte Computermesse in Hannover weiter an Bedeutung gewonnen. "Die CeBIT war noch nie so wertvoll wie heute."
Noch vor zwei Jahren hatte die Messe das Ausstellen von Produkten aus der Unterhaltungselektronik noch komplett untersagt. Nach der nun erfolgten Erweiterung sei zu überlegen, auf den kommenden Messen auch die Anbieter von Inhalten hereinzuholen.
