Sony will Spielechip-Produktion verkaufen
Verhandlungen mit Toshiba
Der japanische Elektronikkonzern Sony soll mit dem Rivalen Toshiba Corp. über einen Verkauf von Teilen seiner Chipproduktion verhandeln. Dabei gehe es auch um die Werke, in denen der leistungsstarke Mikroprozessor "Cell" hergestellt werde, der in der Sony-Spielekonsole PlayStation 3 [PS3] zum Einsatz komme, sagten eingeweihte Personen am Samstag.
Das sei Teil der Konzernstrategie, sich von der kostspieligen Halbleiterproduktion zu trennen und auf die Herstellung von Chips für digitale Fotoapparate und Videokameras zu konzentrieren.
Gemeinschaftsunternehmen mit Toshiba
Um nach einem Verkauf eine sichere Belieferung der Chipsparte zu gewährleisten, strebe Sony zudem ein Gemeinschaftsunternehmen mit Toshiba an, hieß es in den mit den Gesprächen vertrauten Kreisen.
Wie die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtete, will Sony Chipproduktionsstätten für umgerechnet rund 625 Millionen Euro an Toshiba verkaufen. Ein Abschluss sei in wenigen Monaten möglich. Sony und Toshiba äußerten sich dazu nicht.
Sanierungsplan
Sony befindet sich in der Endphase eines auf drei Jahre angelegten Sanierungsplanes. Im Februar hatte der Konzern angekündigt, seine Investitionen in die Chipherstellung deutlich zurückzufahren und möglicherweise die neueste Generation von Prozessoren für die PlayStation nicht mehr selbst zu bauen.
(Reuters)
