Vivendi Universal verringert Nettoverlust
Der Medienkonzern Vivendi Universal hat seinen Nettoverlust im vergangenen Jahr deutlich verringert, ist dabei aber hinter den Analystenerwartungen zurückgeblieben.
Zu dem gesunkenen Verlust hätten insbesondere ein Rückgang der Sonderbelastungen und ein höherer Betriebsgewinn in den Sparten Telekommunikation und Bezahlfernsehen beigetragen, teilte der Konzern am Mittwoch mit.
Für 2004 prognostizierte Vivendi eine weitere Ergebnisverbesserung. An der Pariser Börse wurden Vivendi-Aktien in den ersten Handelsminuten 2,9 Prozent fester bei 21,60 Euro gehandelt.
Analysten hatten bessere Zahlen erwartet
Der Nettoverlust sei 2003 auf 1,143 Milliarden Euro von 23,3
Milliarden Euro im Vorjahr gesunken. Analysten hatten jedoch im
Schnitt einen stärkeren Rückgang auf 917 Millionen Euro erwartet.
Die Angst der Studios vor dem DownloadDer Betriebsgewinn von 3,309 Milliarden Euro übertraf indes die durchschnittlichen Analystenerwartungen leicht. Größe und Ausrichtung des Konzerns haben sich seit 2002 verändert, was den Vorjahresvergleich erschwert.
Vivendi verkauft zurzeit seine US-Unterhaltungssparte und hat sich auch von anderen Vermögenswerten getrennt, um seine Schulden zu senken. Zum Jahresende 2003 hätten die Nettoschulden 11,6 Milliarden Euro betragen, teilte der Konzern mit. Für 2004 werde ein weiterer Rückgang auf unter fünf Milliarden Euro angestrebt.
Für das laufende Jahr prognostizierte Vivendi ein sehr starkes Gewinnwachstum. Ohne Berücksichtigung der Sparten Vivendi Universal Entertainment, NBC Universal und Telepiu werde auch der operative Gewinn stark zulegen.
Vivendi-Chef Jean-Rene Fourtou erklärte, 2005 werde Vivendi Universal ein "dynamischer Medien- und Telekommunikationskonzern" mit einem starken Gewinnwachstum sein.
