10.03.2004

USA

Wahlmaschinen und 7.000 falsche Stimmen

Die Erfahrungen mit den neuen Wahlmaschinen am "Super-Tuesday" vergangene Woche in Kalifornien zeigen große Probleme: Laut einer Analyse der "Los Angeles Times" wurden am 2. März in 21 Wahlbezirken mehr Stimmen abgegeben, als dort überhaupt wahlberechtigte Wähler registriert sind.

Betroffen von den Pannen waren insbesondere die Vorwahlen der Parteien für Abgeordneten- und Senatssitze in Orange County. Insgesamt waren laut einer Schätzung der Zeitung 7.000 Stimmen falsch abgegeben worden.

Im falschen Distrikt gewählt

Bei zahlreichen Stimmbürgern wurde jedoch zuvor von den Wahlhelfern der falsche Code für den Wahlbezirk eingetippt. Viele Wähler erkannten den Fehler nicht oder verzichteten auf eine Beschwerde und wählten daher im falschen Distrikt.

Der Hersteller des Systems, David Hart vom texanischen Unternehmen Hart InterCivic, verteidigte seine Rechner. Den Fehler habe nicht die Technik, sondern die falsche Bedienung verursacht. Wegen des Wahlgeheimnisses könnten die Stimmen auch nicht mehr richtig zugeordnet werden.

Wahlrechtsexperten wie Kim Alexander warnen jedoch davor, dass der "menschliche Faktor" nicht einberechnet werde. Ein Wahlsystem dürfe nicht so fehleranfällig sein, dass man immer auf möglichst hohe Differenzen im Ergebnis hoffen müsse.