Cable & Wireless will in Europa wachsen
Die britische Telekommunikationsgruppe Cable & Wireless will nach der Trennung von dem verlustreichen US-Privatkundengeschäft ihre Aktivitäten in Europa verstärken.
"Wir konzentrieren unsere Aktivitäten jetzt vor allem auf europäische Kunden, die internationale Anforderungen haben", so Deutschland-Chef Jörg Becker.
Ein Schlüsselmarkt sei dabei Deutschland, das sich zu einem wichtigten Standort entwickelt habe. Ins Visier nimmt das Unternehmen vor allem Kunden im Finanz-, Medien- und Technologiesektor.
Auch die Geschäfte in Osteuropa sollen im Zuge der EU-Erweiterung ausgedehnt werden. Allerdings sei vorläufig nur die Akquisition von Kunden und nicht die Eröffnung neuer Standorte in Osteuropa geplant.
Nach Milliardenverlusten im zurückliegenden Geschäftsjahr sieht Becker das Unternehmen auf Erholungskurs. Dazu trage auch die Abspaltung des auf Privatkunden spezialisierten US-Geschäfts bei, die seit Beginn des Jahres abgeschlossen sei. In Großbritannien hatte das Unternehmen im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen zudem 1100 Stellen abgebaut. 2002/2003 [31. März] hatten sich die Verluste der Gruppe auf 6,1 Milliarden Pfund [9,1 Milliarden Euro] summiert. Weltweit hat Cable & Wireless derzeit 17.000 Mitarbeiter.
Cable & Wireless stößt US-Geschäft abDownload-Anbieter
Wachstumschancen sieht Becker unter anderem auf dem Markt für legale Musik-Downloads. Dazu bietet das Unternehmen zusammen mit einem Partner eine Lösung an, die es Geschäftskunden ermöglicht, Downloads auf ihren Websites zur Verfügung zu stellen.
Das Unternehmen stellt für Großunternehmen unter anderem die Infrastruktur für Internet- und Datendienstleistungen bereit und bietet Mobilfunkbetreibern Sprachdienste an.
