Cable & Wireless stößt US-Geschäft ab
Der britische Telekommunikationskonzern Cable & Wireless hat am Montag mit seinen Plänen zum Rückzug aus dem verlustreichen US-Geschäft einen Kurssprung seiner Aktien ausgelöst.
Das Unternehmen teilte mit, es werde sein US-Geschäft mit der Speicherung von Internetangeboten und Netzwerklösungen zunächst unter den Schutz von Kapitel 11 des US-Konkursgesetzes stellen.
Anschließend solle der größte Teil des Segments für 125 Millionen USD an die Gores Technology Group verkauft werden. Nach Kapitel 11 des US-Konkursgesetzes können Firmen unter Bedingungen des Gläubigerschutzes zunächst weiter tätig sein, während ein Umstrukturierungsplan ausgearbeitet wird.
Der britische Traditionskonzern stellte zugleich klar, dass die mit dem US-Ausstieg verbundenen Kosten nicht die Summe von 300 Millionen Pfund [rund 519 Millionen USD] überschreiten werden. Das sind etwa 500 Millionen Pfund weniger als von Analysten geschätzt. An der Londoner Börse legten die Aktien von Cable & Wireless zeitweise um mehr als zehn Prozent zu.
Cable & Wireless baut 1.500 Stellen abNeues Management
Lob von Analysten erhielt auch das neue Management des Telekommunikationskonzern, das den Umbau des 131 Jahre alten Unternehmens vollenden soll.
"Chairman Richard Lapthorne hat nun ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert. Er wiederholt seine erfolgreiche Strategie, die er schon bei British Aerospace verfolgt hat", sagte ein britischer Telekom-Analyst.
Das Vertrauen von Anlegern in Cable & Wireless hat wieder stark zugenommen, seitdem Lapthorne und der neue Chef Francesco Caio im Frühjahr die Führung übernahmen. Noch Ende vergangenen Jahres war die Aktie von Cable & Wireless auf den tiefsten Stand seit 20 Jahren gefallen.
