08.03.2004

YLINE PLEITE

Entscheidung über Zwangsausgleich

Im Bilanzskandal um die 2001 Pleite gegangene Wiener Internetfirma YLine könnte kommende Woche eine Vorentscheidung über einen Zwangsausgleich fallen.

Wie berichtet hat Ex-Yline-Chef Werner Böhm - gegen ihn und 21 weitere Personen wird wegen YLine auch strafrechtlich ermittelt - knapp zweieinhalb Jahre nach der Pleite einen Zwangsausgleichsantrag gestellt. Am Montag soll nun im Gläubigerausschuss über diesen Antrag beraten werden.

Ob der Zwangsausgleich tatsächlich zustande kommen wird, ist völlig offen.

IBM droht mit Klage

Der Hauptgläubiger IBM, dessen Forderungen über rund 16 Mio. Euro der Masseverwalter bisher nicht anerkannt hat, hatte zuletzt erklärt: "Wenn der Zwangsausgleich wirklich droht, sprich wenn das Handelsgericht einen Tagsatzungstermin festsetzt, werden wir eine Feststellungsklage einbringen."

Damit würden sich die Verbindlichkeiten der YLine um weitere 16 Mio. Euro auf rund 24 Mio. Euro erhöhen. Da dem bisher nur ein Massevermögen von 2,4 Mio. Euro gegenübersteht, wäre die Mindestquote von 20 Prozent nach derzeitigem Stand nicht mehr erreichbar.