"DVD X Copy" ohne DVD-Dekodierer
321 Studios, der Hersteller der "DVD X Copy" Software, hat sich einer umstrittenen richterlichen Anordnung gefügt.
Diese besagt, dass der Hersteller seine DVD-Kopiersoftware dahingehend verändern muss, dass das so genannte "Descramblen", also das Knacken der Verschlüsselungen, nicht mehr möglich ist.
Gegen einstweilige Verfügung
Das Unternehmen versucht nun, diese einstweilige Verfügung wieder
aufheben zu lassen. 321 Studios hat bis dato rund eine Million
Kopien der Software "DVD Copy Plus" und "DVD X Copy" verkauft. Die
Kosten für das Einstampfen der alten Version kostet dem Unternehmen
mehrere hunderttausend USD - plus mehrere Millionen USD
Anwaltskosten, die sich bis dato angesammelt haben.
321 will "DVD X Copy" weiter anbieten321 Studios argumentiert, dass seine Software den Konsumenten bloss die Ausübung ihres Rechts auf Sicherungskopien erlaube. Gleichzeitig will das Unternehmen ab Montag "Five Days of Protest" anstoßen, eine Inititative, die das Bewusstsein für den Kampf zwischen Unterhaltungsindustrie und Konsumenten schärfen soll. Die Website protectfairuse.org, gesponstert von 321 Studios, soll Konsumenten dazu animieren, aktiv zu werden.
Protectfairuse.org"Gesetzestreue Bürger"
"Wir wollen der Filmindustrie zeigen, dass wir gesetzestreue Bürger sind, nicht ein Haufen Piraten", so Robert Moore, Gründer und Chef von 321. "Unsere Software ist dazu da, das Recht auf Fair Use auszuüben".
Jack Valenti, Chef der Motion Picture Association of America, zeigt sich ungerührt. "Wenn man eine DVD kauft, erhält man den Film. Wenn man eine Backup-Kopie will, kauft man ihn eben nochmal".
