Powerline als Verlustbringer
Der Aufsichtsrat des Mannheimer Energieversorgers MVV Energie hat seine Entscheidung über die Zukunft seines verlustreichen Powerline-Projektes verschoben.
"Internet aus der Steckdose" hat MVV Energie in den drei Jahren seit seinem Start gut 30 Millionen Euro gekostet. Auf diesen Betrag hat der neue Vorstandschef Rudolf Schulten auch den Abschreibungsbedarf für Powerline bereits taxiert.
Schulten hatte angekündigt, alle Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts mit Strom und Gas auf den Prüfstand zu stellen.
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In Unternehmenskreisen hieß es, an den sofortigen vollständigen Ausstieg aus dem Powerline-Projekt sei nicht gedacht. MVV wolle aber nicht mehr investieren.
Das Unternehmen soll laut Angaben aus den Kreisen ausgegliedert und in die schwarzen Zahlen geführt werden in der Hoffnung, es langfristig verkaufen zu können. Der MVV-Sprecher lehnte eine Stellungnahme dazu ab.
MVV Energie hat für das "Internet aus der Steckdose" bisher 4.000 Kunden vor allem in der Rhein-Neckar-Region gewonnen und hinkt damit weit hinter der Planung von bis zu 15.000 Kunden hinterher. Die meisten Energiekonzerne, die ebenfalls große Erwartungen in das Geschäft mit Internet-Zugängen über das Stromnetz gesetzt hatten, haben sich bereits von ihren Projekten verabschiedet.
