Gemischte Gefühle auf der exponet
Nach einem recht schwach verlaufenen ersten Tag und einem auch nicht eben überlaufenen Mittwochvormittag füllten sich Austria Center und Nebengebäude im Verlauf des Mittwochnachmittags zusehends.
Das ist allerdings auch der exponet-Tag, an dem die Branche seit einer Dekade traditionell feiert, egal, ob die Konjunktur dafür oder dagegen spricht.
Auch eine große Zahl neuer Aussteller konnte nicht wettmachen, dass die Großen der Branche - Microsoft, HP, IBM, Sun - heuer fehlen. Dass andere Ex-Aussteller wie Beko und NextiraOne [Alcatel] zum selben Zeitpunkt eigene Veranstaltungen in direkter Nachbarschaft des Austria Centers abhielten, spricht seine eigene Sprache.
In der Branche war im Vorfeld der von der DC-Messe Veranstaltungs GmbH organisierten Messe auch von "der teuersten Messe Österreichs", "mangelndem Entgegenkommen bei einem flexibleren exponet-Auftritt" und einem "schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis" zu hören.
Messe mit Absagen und "Partnerhaltung"Parklogistik
Dafür wurden Stimmen, die schon in den letzten Jahren hörbar waren, heuer laut wie nie.
Will heißen, die Branche ist mehrheitlich unzufrieden, obwohl die Geschäfte gar nicht schlecht laufen. Kritisiert werden Erreichbarkeit, Preisgestaltung und von sehr vielen der Umgang des exponet-Managements mit den Ausstellern überhaupt.
Obwohl im Austria Center ein Parkhaus und rund um das Gelände freie Flächen vorhanden sind, werden Besuchern Parkplätze weit draußen in Kagran zugewiesen.
Wartezeiten im Regen, überfüllte Shuttle-Busse und anschließendes Schlangestehen vor dem Eintritt sind offenbar gut geeignet, sich den Unmut einer Branche, die wie kaum eine andere auf präzises Arbeiten angewiesen ist, zu erregen.
ExponetDebütanten
Am zufriedensten zeigen sich generell eher die Erstausteller, da die Anziehungskraft der exponet als - nach dem zähen Hinscheiden der "ifabo" - einzige, große IT- und Telekom-Branchenmesse in Wien offenbar noch ungebrochen ist.
Doch auch von den Kundenkontakten her zufriedene Neu-Aussteller wie Kaspersky Labs und Hitachi Storage Systems wollen sich nicht festlegen, ob sie im nächsten Jahr wieder vertreten sind. Man müsse erst nachrechnen, ob sich der Aufwand lohne, war der Tenor.
Auch am Mittwochabend, als die IT-Branche feierte, war auf allen Ebenen ruchbar, was sich in den vergangenen Jahren bereits angedeutet hatte: Ein Hauch von "ifabo" lag in der Luft.
