11.02.2004

EXPONET

Messe mit Absagen und "Partnerhaltung"

Die IT-Messe exponet 2004, die von 17. bis 19. Februar im Austria Center Vienna stattfindet, will mit den Schwerpunkten Kosteneffizienz, Prozessoptimierung und IT-Nutzen wieder ähnlich viele Aussteller und Besucher anziehen wie im Vorjahr.

"Wir erwarten, dass die exponet das hohe Niveau des Vorjahres halten wird", erklärte exponet-Sprecher Werner Grohmann. Im Jahr 2003 hatten rund 40.800 Fachbesucher die Stände der damals 430 Aussteller besucht.

In der Branche ist im Vorfeld der von der DC-Messe Veranstaltungs GmbH organisierten Messe allerdings auch von "der teuersten Messe Österreichs", "mangelndem Entgegenkommen bei einem flexibleren exponet-Auftritt" und einem "schlechten Preis-Leistungs-Verhältnis" zu hören.

Bedauerliche "atmosphärische Störungen"

Diese Kritik wird von Grohmann allerdings zurückgewiesen: "Die Quadratmeterpreise sind konstant geblieben. Mit Zu- und Abgängen bei den Ausstellern muss man aber rechnen, da die Unternehmen jedes Jahr neue Prioritäten bei ihren Marketingkonzepten setzen. Da gibt es ein umfangreiches Portfolio an Möglichkeiten."

Außerdem befinde sich der Markt in einer schwierigen Situation. "Atmosphärische Störungen sind bedauerlich, können aber nicht nur einem Partner zugewiesen werden", so Grohmann.

Die Kritik am zu starren Messekonzept dürfte mit der Ablehnung von Partner- und Gemeinschaftsständen durch die Veranstalter zu tun haben, durch die einige Unternehmen Kosten sparen wollen:

"Mit Sorge beobachten wir diese Form der 'Massenpartnerhaltung'", erklärte DC-Geschäftsführerin Krassimira Bojinowa dazu in einer Aussendung. Aus diesem Grund übernehme der Veranstalter auch in diesem Jahr die Verantwortung, "Einfluss auf die Gestaltung der einzelnen Stände zu nehmen". Es dürfe kein "Gedränge und Geschubse auf einer exponet geben", so Bojinowa.

Zu- und Abgänge

Die Liste der Absagen wird heuer von Hewlett-Packard, IBM, Microsoft, Novell, Cisco und NextiraOne angeführt.

Das soll allerdings durch Neuzugänge wie Hutchison 3G Austria, Hitachi Data Systems [HDS], Kasperski Labs und Cubeware ausgeglichen werden. Altbekannte Aussteller, darunter Telekom Austria und Fujitsu-Siemens, EMC, One und T-Mobile, blieben der exponet erhalten.

Heuer nicht teilnehmende Unternehmen versuchen unterdessen vom Trubel um die exponet zu profitieren: Die update software AG startet einen Alternativ-Event unter dem Namen "update Expo 2004" und präsentiert sich mit seinen Partnern "vor den Toren der exponet".

In unmittelbarer Umgebung zum Veranstaltungsort - im Ares Tower - hat sich auch Beko Informatik mit der "Bekonet" einen Termin reserviert. NextiraOne wiederum lädt an einem der Messetage zum "Chillout" auf den Donauturm - Shuttle-Sevice von der exponet inklusive. Die exponet-Veranstalter lässt das allerdings kalt: Für Grohmann bestätige sich dadurch lediglich "die Bedeutung der exponet als Fachmesse".