Das war die Exponet 2003
Eines war auf der Exponet 2003, die heute Abend zu Ende geht, heuer Pflicht: "Nicht Raunzen". Und daran hielt man sich. Tatsächlich war bei dem traditionellen Rundgang der fuZo auf der Exponet kaum Zagen, Zaudern oder Raunzen zu vernehmen.
Vielmehr dominierte eine durchaus gelassen vorgetragene, aber doch merkbare Erleichterung darüber, dass es nicht weiter abwärts geht. Und: Für eine echte Konjunktorsohle sei der in der IT-Branche gehaltene Status quo der Geschäfte eigentlich gar nicht schlecht.
Thomas Lutz, Sprecher von Microsoft Österreich, brachte es so auf den Punkt: "IT ist nicht mehr entkoppelbar von den normalen Konjunkturzyklen. Dem müssen wir uns anpassen."
Als Teil davon wurde die langjährige Partnerschaft mit [Compaq] HP heuer zum "Frontline Partnership" hinaufgestuft. Mit der Devise "Return on IT" wagte man gar das Akronym ROI neu zu deuten.
Das "Frontline Partnership" im DetailWieder Bewegung in der Branche
Elmar Furtenbach [Marketing HP] nimmt "das Gefühl mit, dass hier jeder aufbrechen" wolle, wenn manche Firmen vielleicht im Moment auch noch nicht ganz wüssten, in welche Richtung genau aufzubrechen sei.
Dass nach drei mageren Jahren wieder Bewegung in die Branche gekommen ist, war überall zu sehen. Am zweiten Tag herrschte wie zu den besten Zeiten an manchen großen Ständen wie dem von HP und der Telekom Austria Gedränge.
Unter dem Dach des Austria Centers gegenüber von Microsoft und HP - die ihre Cafeteria ausgebaut hatten - war auch TA-Unternehmenssprecher Martin Bredl über den Verlauf der Messe ausnehmend guter Dinge. An diesem traditionell besonders nahrhaften Stand traf sich die Branche am Mittwochabend, um zu feiern.
Sekt und Sushi
Auffällig war überhaupt der hohe Grad an Kulinarität, mit dem die
Exponet 2003 angereichert war: Tische, die sich unter der Last von
Früchten bogen [UTA], eine hübsche Sektbar bei EU-Net und Sushi bei
der Firma Inode, die sich das offenbar leisten kann. Auf der Exponet
2003 gab Inode eine Verdoppelung von Umsatz und Kundenzahl gegenüber
dem Status 2002 bekannt.
ExponetOracle und Sun
Donatus Schmid, Chef von Sun Österreich, lud zur traditionellen Weinverkostung [Badener Gegend]. Er sieht die Exponent nach zehn Jahren Anwesenheit mittlerweile voll und ganz als soziales Ereignis.
Man habe kein einziges Produkt ausgestellt, denn die Kontakte mit den Kunden zu pflegen sei die wichtigste Aufgabe der Exponet.
Dem pflichtete auch Pascha Soufi-Siavoch vom Sun-Nachbarn und -Partner Oracle bei. Konsolidierung und Effizienzsteigerung seien auch 2003 im Mittelpunkt der Business-Gespräche gestanden, gaben beide übereinstimmend bekannt.
