13.02.2004

URSACHE

Software-Bug schuld an US-Blackout

Ein Programmierfehler in einem weit verbreiteten Energie-Management-System von General Electric führte im vergangenen August zum größten Stromausfall in der Geschichte Nordamerikas. Das gab die zuständige Stelle nun bekannt.

Der Bug im XA/21-Kontrollsystem wurde erst nach ausführlicher Überprüfung des Codes entdeckt.

Der Mangel war dafür verantwortlich, dass das Alarmsystem im Kontrollzentrum in Ohio versagte und die Techniker so die anderen Energieversorger nicht warnen konnten.

"Der Fehler war sehr tief im System verankert. Man musste sich erst durch Millionen Zeilen an Code kämpfen," so Ralph DiNicola, Sprecher der Stromgesellschaft FirstEnergy.

Patches müssen eingespielt werden

Eine Verkettung widriger Umstände machte das Ausmaß der Katastrophe erst möglich.

Als ein Back-up-Server einsprang, wurde auch dieses System überlastet, da es die Fülle an angefallenen Anfragen seit dem Ausfall des Zentralsystems nicht mehr bewältigen konnte.

Da der Zusammenbruch vom Alarmsystem nicht gemeldet wurde, verging über eine Stunde, bis den Technikern schließlich die veralteten Informationen auf den Status-Anzeigen der betroffenen Stromnetzteile auffielen.