Virenkrieg wird immer verwirrender
Die Nachwehen des Wurms "Mydoom" werden immer unübersichtlicher: Während mit "Mitglieder-H" bereits der vierte Virus gesichtet wurde, der auf den Spuren von "Mydoom" Rechner befällt, kommt jetzt auch noch eine Variante des "Nachi"-Wurms [auch "Welchi" genannt] dazu, der im letzten Jahr als "Reparatur"-Virus bekannt wurde.
"Nachi" hatte im August 2003 Schlagzeilen gemacht, weil er Rechner von "Blaster"-Würmern "befreite" und einen Microsoft-Patch installierte. Dieser soll die Lücke schließen, die zuvor "Blaster" und auch "Nachi" selbst ausgenutzt hatten, um die Rechner zu befallen.
Analog dazu versucht sein Nachfolger "Mydoom" zu löschen, um anschließend wiederum den Patch herunterzuladen, der ihm überhaupt den Zutritt zum betroffenen Rechner ermöglichte.
F-Secure zu "Nachi.B"Zu viel guter Wille
"Nachi" hat allerdings als "Anti-Wurm" erhebliche Schäden angerichtet, sodass die Unterscheidung zu den "Mydoom"-Nachfolgern "Doomjuice" [bereits in zwei Varianten], "Deadhat" und "Mitglieder-H" schwer fällt.
Diese Schädlinge löschen zwar auch jeweils den Originalwurm, installieren aber anschließend neue Schadensroutinen bzw. öffnen neue Ports für weitere Angriffe.
Hinter dem Virus "Doomjuice" steckt nach Einschätzung von Experten ein Versuch der "Mydoom"-Entwickler, die Spuren zu ihrer Urheberschaft zu verwischen.
Auch "Doomjuice" erhält Nachfolger
