12.02.2004

EIGENLEBEN

Virenkrieg wird immer verwirrender

Die Nachwehen des Wurms "Mydoom" werden immer unübersichtlicher: Während mit "Mitglieder-H" bereits der vierte Virus gesichtet wurde, der auf den Spuren von "Mydoom" Rechner befällt, kommt jetzt auch noch eine Variante des "Nachi"-Wurms [auch "Welchi" genannt] dazu, der im letzten Jahr als "Reparatur"-Virus bekannt wurde.

"Nachi" hatte im August 2003 Schlagzeilen gemacht, weil er Rechner von "Blaster"-Würmern "befreite" und einen Microsoft-Patch installierte. Dieser soll die Lücke schließen, die zuvor "Blaster" und auch "Nachi" selbst ausgenutzt hatten, um die Rechner zu befallen.

Zu viel guter Wille

"Nachi" hat allerdings als "Anti-Wurm" erhebliche Schäden angerichtet, sodass die Unterscheidung zu den "Mydoom"-Nachfolgern "Doomjuice" [bereits in zwei Varianten], "Deadhat" und "Mitglieder-H" schwer fällt.

Diese Schädlinge löschen zwar auch jeweils den Originalwurm, installieren aber anschließend neue Schadensroutinen bzw. öffnen neue Ports für weitere Angriffe.