"Beagles" Tod war nicht umsonst
Die Europäische Weltraumagentur [ESA] hat ihren Mars-Roboter "Beagle 2" nach gut sechs Wochen offiziell aufgegeben und will den spektakulären Fehlschlag nun rasch untersuchen.
Wie die ESA am Mittwoch mitteilte, erklärte der zuständige Managementausschuss in London das britische Landegerät bereits am Freitag für verloren. Die Ursachen für den Verlust von "Beagle 2" sollen britische und ESA-Experten bis Ende März gemeinsam klären.
Der Londoner Wissenschaftsminister David Sainsbury erklärte, die Ergebnisse dieser Prüfung würden zumindest künftigen Planeten-Forschungsmissionen zugute kommen.
"Beagle 2" hätte auf dem Mars nach Spuren von Leben suchen sollen. Das Landegerät der ESA-Mission "Mars Express" gab seit seiner mutmaßlichen Landung auf dem Roten Planeten am ersten Weihnachtstag kein Lebenszeichen von sich; mehrere Versuche zur Kontaktaufnahme scheiterten. Auch die US-Rover konnten "Beagle" nicht orten.
Galgenfrist für "Beagle 2"Mission dennoch ein Erfolg
"Die gemeinsame Nutzung von Erfahrungen aus Erfolgen wie aus Misserfolgen ist ein grundlegender Bestandteil jeder Zusammenarbeit", erklärte ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain.
In der Untersuchung sollen nun mögliche Fehler und Mängel beim Konzept von "Beagle 2" geklärt werden. Der Roboter war von britischen Wissenschaftlern in Zusammenheit mit dem europäischen Raumfahrtunternehmen EADS konstruiert worden.
Trotz des Scheiterns von "Beagle 2" gilt die erste europäische Mars-Mission als Erfolg: Die Muttersonde "Mars Express" entdeckte von ihrer Umlaufbahn aus gefrorenes Wasser am Südpol des Roten Planeten. Wasser ist Voraussetzung für Leben. "Mars Express" funkte zudem scharfe Mars-Fotos zur Erde.
