Galgenfrist für "Beagle 2"
Europäische Wissenschaftler starten heute die vorerst letzte Woche ihrer Bemühungen, den Mars-Roboter "Beagle 2" zum Funken zu bringen.
Der Roboter müsste sich eigentlich von selbst auf Kommunikationsautomatik umstellen, sagte ein Sprecher der Europäischen Raumfahrtagentur [ESA] gestern in Paris.
Bis zum 22. Jänner unternehmen die ESA-Techniker keine weiteren Kommunikationsversuche - dann überfliegt die Muttersonde "Mars Express" erneut das Gelände, wo das verschollene Landegerät vermutet wird.
Für hirntot erklärt
Falls "Beagle 2" intakt ist, müsste der Roboter dann Signale
aussenden. Wenn dann nichts passiere, müsse "Beagle 2" für hirntot
erklärt werden, heißt es.
Der Mars-Rover der NASA lebt und sendet BilderDie neuen Pläne der NASA
Rein theoretisch bleibt die Hoffnung auf ein Signal weiter bestehen, weil der Roboter eine Lebenserwartung von sechs Monaten hat.
US-Präsident George W. Bush kündigte gestern Abend an, die bemannte Raumfahrt nach jahrzehntelanger Pause wieder aufzunehmen, eine ständige Raumstation auf dem Mond einzurichten und langfristig bemannte Raumschiffe zum Mars zu schicken.
Die Nachfolge Kennedys
Sollte das neue Weltraumprogramm genehmigt werden, wäre es das
ehrgeizigste Projekt seit den Zeiten von John F. Kennedy. Der
damalige Präsident hatte 1961 versprochen, vor 1970 den ersten Mann
zum Mond fliegen zu lassen.
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