"Doomjuice" auf den Spuren "Mydooms"
Auf den Spuren des Internet-Wurms "Mydoom" verbreitet sich derzeit der neue Virus "Doomjuice" - in Österreich ist er allerdings laut Ikarus Software nicht präsent.
Dennoch warnten mehrere Anbieter von Anti-Viren-Programmen am Dienstag, "Doomjuice" ziehe durch die von "Mydoom" gezogene Schneise. Die Schäden seien in den USA bisher größer als in Europa, hieß es.
Der neue Wurm verbreitet sich nicht über E-Mails. "'Doomjuice' scannt nach einem Zufallsprinzip die Internet-Adressen und infiziert die von 'Mydoom' befallenen Geräte durch die geheime Einfallstür, die von der ersten 'Mydoom'-Variante geöffnet wurde", erklärte der finnische Anti-Viren-Herausgeber F-Secure.
Finte der "Mydoom"-Entwickler
Hinter dem Virus "Doomjuice" steckt nach Einschätzung von
Experten ein Versuch der "Mydoom"-Entwickler, die Spuren zu ihrer
Urheberschaft zu verwischen. "Doomjuice" nämlich hinterlasse an den
infizierten Adressen gleich den Quell-Code des "Mydoom"-Wurms,
erklärte Alexandre Durante von der französischen F-Secure-Filiale.
"Mydoom"-Nachfolger greift Microsoft anAuch der Viren-Warner Panda Software wies darauf hin, "Doomjuice" besitze die Fähigkeit, einem von "Mydoom" befallenen Computer einen Ursprungshinweis einzuprägen, sodass dieser dann selbst als Urheber erscheint.
"Mydoom" hatte seinen Feldzug zur Störung von Computern rund um den Globus Ende Jänner angetreten. Nach Einschätzung von Experten entstanden Milliardenschäden, kein anderer Virus verursachte je höhere Kosten. Für Hinweise auf die Urheber waren von Computerherstellern mehr als eine halben Million US-Dollar Belohnung ausgesetzt worden.
