JoWooD als möglicher Übernahmekandidat
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank [RCB] haben die Aktien des heimischen Computerspieleherstellers JoWooD in einer Ersteinschätzung mit "neutral" bewertet.
Die Aktie habe mit den kräftigen Kursanstiegen der letzten Wochen den von dem Institut errechneten fairen Wert von drei Euro erreicht, heißt es zur Begründung. Im Fall einer möglichen Übernahme der Softwareschmiede könnte allerdings ein deutlich höherer Übernahmepreis je Aktie erzielt werden.
Ein strategischer Partner mit weltweiten Vertriebskanälen könnte das Absatzpotenzial der JoWooD-Spiele erheblich ausweiten, sieht die RCB mögliches Synergiepotenzial.
Günstige Entwicklungskosten
Der Spielehersteller ist wie berichtetet auf der Suche nach einem
strategischen Partner, um seine Produkte international besser
vermarkten zu können. Für die JoWooD-Aktie spreche nach Einschätzung
der RCB auch der Erfolg versprechende Release-Plan, die im
Branchenvergleich günstigen Entwicklungskosten und die solide
Bilanzstruktur.
JoWooD schließt Übernahme nicht ausBewertungsabschlag wegen Marktkapitalisierung
Als Schwächen führt das Institut die branchenbedingt geringe Prognosesicherheit sowie die fehlende Reputation bei Software außerhalb des deutschsprachigen Raums und bei Konsolenspielen generell an.
Die Aktie weise im Branchenvergleich zwar einen deutlichen Bewertungsabschlag auf, angesichts der geringen Marktkapitalisierung sei allerdings ein Abschlag von rund 20 Prozent gerechtfertigt.
Als "beeindruckend" wertet die RCB den Turn-around des Spieleherstellers nach der Unternehmenskrise im Jahr 2002. So dürfte der Umsatz nach Einschätzung des Instituts im laufenden Geschäftsjahr 2004 weiter auf 33,4 Mio. Euro steigen. Der Gewinn werde sich 2004 nach RCB-Prognosen allerdings bedingt durch eine höhere Aktienzahl auf 0,24 Euro je Aktie verringern.
