09.02.2004

ELEKTRONIK

Niedermeyer hat neuen Besitzer

Der Aufsichtsrat der T-Mobile International, Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, hat grünes Licht für den Verkauf der ehemals 100prozentigen T-Mobile-Tochter Niedermeyer gegeben.

Neuer Eigentümer ist nun die Value Management Services GmbH [VMS] des als "Sanierer" bekannt gewordenen Erhard Grossnigg. Ausständig ist allerdings noch die kartellrechtliche Genehmigung, die Grossnigg in den nächsten Wochen erwartet.

Spekulationen, wonach der Verkauf der Elektronikkette dreieinhalb Jahre nach Kauf auf Grund von schlechten Bilanzzahlen und einem dringenden Finanzbedarf der Deutschen Telekom zustande gekommen sei, wies T-Mobile Austria-Chef Georg Pölzl zurück.

T-Mobile bleibt im Sortiment

"Am T-Mobile-Produktangebot bei Niedermeyer wird sich trotz des Verkaufs nichts ändern", betonte Pölzl. Niedermeyer hat nach Eigenangaben einen Marktanteil im Elektrofachhandel von rund zehn Prozent. 2003 wurde mit 120 Filialen [2002: 126 Filialen] und 930 Mitarbeitern [2002: 950 Mitarbeiter] ein Umsatz von 226,16 Mio. [2002: 222,7 Mio.] Euro erzielt.

"Wir werden die Niedermeyer-Stärken, wie hohe Beratungskompetenz und Qualität bei Produkten und Service sowie Nähe zum Kunden, auch in Zukunft nützen", so Grossnigg. Als Kaufpreis wurden zuletzt fünf Mio. Euro kolportiert. Was die Kunden in Zukunft bei Niedermeyer erwartet wolle man erst verraten, wenn die kartellrechtliche Präfung vorbei sei.

T-Mobile Austria verfügt selbst österreichweit über 46 Shops mit rund 200 Mitarbeitern. Daran soll sich auch in nächster Zeit nichts ändern, so Pölzl weiter.