Niedermeyer-Verkauf offiziell angemeldet
Der Verkauf der Elektrohandelskette Niedermeyer wurde nun beim Kartellgericht angemeldet, geht aus dem Amtsblatt der "Wiener Zeitung" hervor.
Der Mobilfunker T-Mobile-Austria will Niedermeyer an den Sanierer Erhard Grossnigg verkaufen.
Konkret soll die Elektrohandelskette zu 100 Prozent an die Restrukturierungs- und Beteiligungs GmbH [REB] von Grossnigg verkauft werden. Der Aufsichtsrat der T-Mobile International müsse den Deal aber noch am kommenden Montag, 9. Februar, absegnen, hieß es von T-Mobile Austria am Mittwoch.
Grossnig ist unter anderem auch im Sanierungsprozess der mittlerweile der BAWAG P.S.K. gehörenden Schuhhandelskette Stiefelkönig involviert und hatte zuletzt auch die Wiener Porzellanmanufaktor Augarten übernommen.
T-Mobile stößt Niedermeyer abÖffnung des Sortiments
Als Kaufpreis für die Elektrohandelskette wurden fünf Mio. Euro kolportiert. Die Kooperation mit T-Mobile Austria soll Medienberichten zufolge aufrecht bleiben, das Sortiment aber für andere Handybetreiber geöffnet werden.
Geschäftsführer Robert Happel soll außerdem den bisherigen Frauenthal-Finanzchef Gernot Schubert an die Seite bekommen. Die REB will angeblich "etliche Millionen" in die Kette investieren und plane einen strikten Sparkurs, etwa ein Dutzend Filialen sollen geschlossen werden.
Niedermeyer hat zuletzt tiefrote Zahlen geschrieben, der Umsatz der Kette hat sich 2003 auf 226 Mio. Euro belaufen. Das Unternehmen beschäftigt rund 930 Mitarbeiter in rund 220 Filialen.
