30.01.2004

FRANKREICH

Alko-Wegfahrsperre im Test

Im französischen Savoyen wird seit Donnerstag ein neuartiges System getestet, das Autolenker mit zu vielen Promille im Blut daran hindert, ihren Wagen zu starten.

Das in Annecy von Polizei und Gendarmerie in Anwesenheit eines Staatsanwalts geprüfte System soll jenen Personen als Alternative zu strafrechtlichen Sanktionen angeboten werden, die wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt wurden. Hält sich der Fahren an die Testergebnisse, wird das Strafverfahren nach sechs Monaten annulliert, ansonsten verliert er automatisch den Führerschein und muss hinter Gitter.

In das Auto der betroffenen Fahrer wird ein Alkomat eingebaut. Bevor er den Wagen startet, muss der Lenker in das Gerät blasen. Wird ein zu hoher Alkoholgehalt festgestellt, springt der Motor nicht an.

Voila: Kontrollverlust

Frankreich erweist sich damit als Testland für technische Systeme, die Autofahrer kontrollieren: Zwischen Versailles und Paris sind derzeit auch Autos unterwegs, die nicht mehr schneller fahren können, als die Polizei erlaubt.

Im Oktober gaben die französischen Straßenverkehrsbehörden den Startschuss für ein Projekt, bei dem das Gaspedal nur noch bis zum jeweils geltenden Tempolimit getreten weden kann. Welche Höchstgeschwindigkeit zulässig ist, wird den "intelligenten" Autos über ihr Navigationssystem mitgeteilt.