Auto hindert Fahrer am Rasen
Rasen ist unmöglich, versehentliche Geschwindigkeitsüberschreitungen etwa an Baustellen auch: Zwischen Versailles und Paris sind derzeit Autos unterwegs, die nicht mehr schneller fahren können, als die Polizei erlaubt.
Am Mittwoch gaben die französischen Straßenverkehrsbehörden den Startschuss für ein Projekt, bei dem das Gaspedal nur noch bis zum jeweils geltenden Tempolimit getreten weden kann. Welche Höchstgeschwindigkeit zulässig ist, wird den "intelligenten" Autos über ihr Navigationssystem mitgeteilt.
Nach ersten Probeläufen sollen im kommenden Jahr hundert Freiwillige je acht Wochen lang mit der automatische Tempobremse über die Straßen rollen. Ihre Testwagen werden mit einem "LAVIA" [Limiteur s'Adaptant a la Vitesse Autorisee] getauften Geschwindigkeitsbegrenzer ausgestattet.
Das System ist ein Zusatz zu den bereits in zahlreichen Neuwagen eingebauten Geräten, bei denen Fahrer dem Bordcomputer das Tempolimit selbst vorgeben können. Während diese Systeme bei Überschreitung der eingestellten Geschwindigkeit lediglich piepsen, drosselt "LAVIA" das Gas aktiv.
Software legt immer mehr Autos lahmFrankreich rast
In dem Feldversuch soll die neue Technik auf ihre praktische Einsetzbarkeit getestet werden. Dazu wählten die Straßenverkehrsbehörden ein 120 Quadratkilometer großes Gebiet im Südwesten von Paris aus. Es reicht von den Gemeinden Saint-Quentin-en-Yvelines, Velizy und Versailles bis zu den südwestlichen Pariser Zufahrtstraßen und der Ringstraße um die Vorstadt La Defense.
In Frankreich gibt es bisher deutlich mehr Verkehrsunfälle und mehr Verkehrstote als in vergleichbaren EU-Ländern. Die Pariser Regierung versucht die Unfallzahlen unter anderem mit verschärften Kontrollen und drastisch erhöhten Strafen für Schnellfahren zu begrenzen.
