30.01.2004

ANIMIERT

Pixar trennt sich von Disney

Das Animationsstudio Pixar, Produzent von Kassenschlagern wie "Toy Story", "Monster AG" und "Finding Nemo", wird seinen Vertrag mit dem Unterhaltungskonzern Disney nicht mehr verlängern.

Wie das im kalifornischen Emeryville beheimatete Studio mitteilte, sind die Verhandlungen über eine Verlängerung des Distributionsvertrages mit Disney beendet worden.

Pixar werde sich nun nach einem neuen Hollywood-Studio als Vertriebspartner umsehen, das seine Produktionen ab 2006 vertreibt und vermarktet.

Disney unter Druck

Der Abbruch der Verhandlungen kommt sowohl für Hollywood als auch für die Wall Street überraschend. Der Verlust von Pixar setzt den ohnedies bereits umstrittenen Disney-Chef Michael Eisner weiter unter Druck.

Die bisherige Vereinbarung zwischen Pixar und Disney sieht vor, dass Disney alle Pixar-Filme vertreibt und vermarktet. Pixar verfügt selbst über keine Vertriebsorganisation. Dafür kassiert Disney 12,5 Prozent der Filmumsätze.

Zusätzlich teilen sich die beiden Unternehmen auch noch die Gewinne der von Pixar produzierten Filme. Damit ist Disney in der Vergangenheit recht gut gefahren, weil das kleinere Studio einen Kassenschlager nach dem anderen lieferte.

Die fünf gemeinsamen Filme haben laut Pixar weltweit 2,5 Mrd. USD eingespielt. Die eigenen Produktionen des ehemaligen Animationsprimus Disney haben hingegen das Publikum weniger begeistert.