AC/DC zeigen iTunes die kalte Schulter

01.08.2007

Die australischen Rocker AC/DC geben ihren Widerstand gegen den digitalen Vertrieb ihrer Musik auf und verkaufen ihre Musik exklusiv über Verizon Wireless. Auch Led Zeppelin drängen in das digitale Musikgeschäft.

Der 17 Alben umfassende AC/DC-Katalog soll in den nächsten acht Monaten online und mobil exklusiv vom US-Mobilfunkanbier Verizon Wireless vertrieben werden, berichtete das "Wall Street Journal".

Bis auf den Song "You Shook Me All Night Long", der einzeln angeboten wird, soll nur der Download kompletter Alben möglich sein, hieß es. Der Download von Albumklassikern wie "Back in Black" und "Highway to Hell" soll mit 11,99 Dollar zu Buche schlagen.

Absage an iTunes

Beim Weltmarktführer iTunes sollen AC/DC-Alben hingegen bis auf Weiteres nicht erhältlich sein. Die Marktmacht des Apple-Online-Shops, der am Dienstag den Verkauf von drei Milliarden Songs vermeldete, ist vielen Labels seit längerem ein Dorn im Auge.

Deals wie jener mit AC/DC sollen auch dabei helfen, die Marktmacht zugunsten der Mitbewerber zu verschieben.

Eight Mile Style, der Musikverlag des US-Rappers Eminem, reichte am Dienstag gegen Apple Klage wegen Urheberrechtsverletzungen ein. Dem Verkauf der Eminem-Songs über iTunes sei nie zugestimmt worden, teilte der Verlag mit.

Auch Led Zeppelin als Download

Neben AC/DC gaben vor kurzem auch die Hardrock-Pioniere Led Zeppelin, die bisher weltweit mehr als 200 Millionen Alben verkauft haben, ihre Vorbehalte gegen den Online-Vertrieb ihrer Musik auf.

Im Gegensatz zu AC/DC setzen sie aber auf den iTunes Store. Ab Mitte November soll dort eine "Mothership" betitelte Kompilation von Led-Zeppelin-Songs, darunter "Stairway to Heaven", "Whole Lotta Love" und "Dazed and Confused", zum Download bereitstehen.

Lediglich Beatles-Fans warten bisher vergeblich darauf, die Songs der "Fab Four" aus Online-Musik-Shops herunterladen zu können. Das soll sich jedoch bald ändern.