Pinguine protestieren gegen "Ritter" Gates
Bill Gates, reichster Mann der Welt und Gründer des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft, kommt am Mittwoch zum vierten Mal nach Wien.
Bei einem internationalen Kongress für Unternehmensberater und bei einer Microsoft-Veranstaltung für Softwareentwickler wird er vor einem ausgewählten Publikum von insgesamt rund 2.000 Personen referieren.
Außerdem stehen Treffen mit Wirtschaftsminister Martin Bartenstein [ÖVP] und 50 Wirtschaftsbossen auf dem Programm. Mit Außenministerin und Präsidentschaftskanidatin Benita Ferrrero-Waldner [ÖVP] soll es "ein Shakehand" geben.
Gates soll bei seinen Vorträgen zu Themen wie der nächsten Software-Generation "Longhorn", den Plänen zu einer eigenen Internet-Suchmaschine sowie zur Handy-Offensive Stellung nehmen.
"Ritter" Gates' Tour um die WeltPinguine gegen Gates
Der eintägige Besuch steht unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und großer Geheimhaltung, nachdem 1998 Gates in Belgien Opfer eines Tortenwerfers wurde.
Die "CODE"-Sektion der Globalisierungskritiker von ATTAC hat zudem eine Demonstration vor dem Haus der Industrie am Schwarzenbergplatz angekündigt, wobei die Demonstranten in Pinguinkostümen auftreten sollen.
Schuldgefühle
Erst am Dienstag gab sich Gates ungewohnt selbstkritisch: Er
fühlt sich nach eigenen Angaben mitschuldig am mangelhaften Schutz
vieler Computer vor Viren und unerwünschten E-Mails. In seinem
Unternehmen herrsche ein "Schuldgefühl", dass die Aktualisierung
einfacher Schutzprogramme nicht schneller voranschreite, sagte Gates
am Dienstag bei einem Vortrag in Prag.
ATTAC-Aktion
