Leica: Gewinne mit Digitalkameras
Starke Nachfrage nach M8
Der traditionsreiche Kamerahersteller Leica ist dank großer Nachfrage nach seinen neuen Produkten auf Wachstumskurs. Der Erfolg der digitalen Kompaktkameras und der digitalen Messsucherkamera M8 habe im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2007/08 [31. März] für einen Umsatzschub gesorgt, teilte das Unternehmen am Montag im mittelhessischen Solms mit. Im vergangenen Jahr ist Leica mehrheitlich von der österreichischen Beteiligungsgesellschaft ACM übernommen worden.
Gewinn stabilisiert
Die Erlöse erreichten 43,6 Millionen Euro, das sind gut 15 Millionen mehr als im Vorjahresquartal. Der Konzerngewinn kletterte auf 4,17 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2006/07 war noch ein Verlust von 503.000 Euro angefallen.
In dem Konzernergebnis seien bereits Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 3,45 Millionen [Vorjahr: 1,73 Millionen Euro] berücksichtigt. Auch in den verbleibenden Quartalen würden verstärkt Entwicklungskosten und Investitionen anfallen. Im laufenden Geschäftsjahr strebt der Leica Camera Konzern ein "leicht positives operatives Ergebnis" an.
Harte Sanierung
Leica hatte nach einem harten Sanierungskurs im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt erstmals wieder schwarze Zahlen geschrieben. Ende der 90er Jahre hatte das Unternehmen den Einstieg in die Digitalfotografie verpasst und war deshalb in eine Existenzkrise geraten.
Mit einer Kapitalerhöhung hatte sich der Konzern frisches Geld beschafft. Gleichzeitig wurden in den vergangenen vier Jahren etwa 400 Stellen abgebaut. Im Rahmen der Neuausrichtung habe sich die Zahl der Mitarbeiter im Konzern wieder von 929 auf 962 erhöht.
(dpa)
