Apple verkauft drei Mio. Songs pro Monat
Der Computerhersteller Apple hat über seine Musikplattform iTunes im vergangenen Jahr rund 30 Millionen Lieder im Internet verkauft.
Seit der Eröffnung des Musikshops in den USA Ende April 2003 seien so im Schnitt über drei Millionen Songs pro Monat aus dem Web heruntergeladen worden, sagte Apple-Manager Eddy Cue am Samstag auf der Internet-Musik-Konferenz Midemnet in Cannes.
Damit ist iTunes die weltweit erfolgreichste legale Downloadplattform für Musik.
Internationale Musikmesse "Midem"
Auf der Midemnet diskutierten am Samstag im Vorfeld der
Musikmesse Midem Vertreter der Musikindustrie und der
Computerbranche über das Onlinegeschäft mit Songs, Wege zur
Bekämpfung der Piraterie und Musikanwendungen für mobile Geräte wie
Handys.
Musikmesse MidemKein genauer Termin für Europastart
Im Laufe dieses Jahres will Apple auch für die europäischen Internetnutzer einen iTunes-Musikshop eröffnen, kündigte Cue an. Ein genauer Termin steht nicht fest.
Doch dies sei viel schwieriger als in den USA. "In Europa hat jedes Land verschiedene Preise für die Musik, und das Erscheinungsdatum eines Songs ist von Land zu Land unterschiedlich", sagte Cue.
Mit diesen Problemen hat auch der größte EU-Player am Online-Musikmarkt OD2 zu kämpfen.
Immerhin brachte es OD2 in elf europäischen Ländern im abgelaufenen Jahr zusammen auf rund drei Millionen verkaufte Songs - nach nur 200.000 im Vorjahr.
Songs in Europa teurer
Der Preis pro Song liegt bei OD2 im Schnitt bei 1,50 Euro; Apple
verlangt 0,99 US-Cents pro Musiktrack.
Europas Online-Musikmarkt hinkt nachSechs Mio. nutzten 2003 Tauschbörsen
Trotz aller Anfangserfolge der legalen Angebote sei das Problem der Musikpiraterie aber noch lange nicht vom Tisch, erklärte der Internationale Verband der Plattenbranche [IFPI].
Nach einer IFPI-Untersuchungen haben im vergangenen Jahr rund sechs Mio. Internetnutzer weltweit mehrere Mrd. Songs von illegalen Tauschbörsen heruntergeladen - kostenlos.
Dies und das Kopieren von CDs hat der Musikindustrie weltweit große Umsatzeinbußen gebracht.
