Grasser für TA-Verkauf zuversichtlich
Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat den raschen Verkauf des Telekom-Austria-Pakets durch die Telecom Italia [TI] als "sehr gutes" Signal für die Verfassung des Marktes hinsichtlich des geplanten Verkaufs der TA-Anteile durch die Staatsholding ÖIAG bezeichnet.
"Das ist ein gutes Zeichen für die Liquidität", so Grasser. Der Staat habe in puncto Verkauf der 47,2 Prozent aber "keinen Zeitdruck".
Die Frage, wie schnell und in welcher Form zu privatisieren sei, müsse man an die ÖIAG richten, sagte Grasser. Grundsätzlich bekräftigte Grasser seine Vorgabe vom Dezember des vergangenen Jahres, wonach bis zum Ende der Legislaturperiode 2006 die Telekom Austria [TA] vollständig zu privatisieren sei.
Gleich nach Handelsbeginn war die TA-Aktie am Donnerstag auf ein neues Allzeithoch gesprungen. Kurz nach der Eröffnung notierte der Titel bei 11,20 Euro und damit um 4,9 Prozent über dem Vortagesschluss. Das Handelsvolumen lag auf hohem Niveau.
TA-Streubesitz gestiegen
Mit dem Verkauf des TA-Restanteils der Italiener steigt der
TA-Streubesitz von 38 auf 52,8 Prozent. Die Analysten der Raiffeisen
Centrobank [RCB] haben das zum Anlass genommen, ihre Einstufung für
die TA-Aktie von "Übergewichten" auf "Kauf" anzuheben. Das Kursziel
wurde von bisher elf auf 13 Euro erhöht.
Telecom Italia trennt sich von TA-AnteilBereits vor Sitzungsbeginn hatten sich Marktteilnehmer zuversichtlich gezeigt: "Vor allem der künftig höhere Streubesitzfaktor könnte die Aktie weiter nach oben treiben."
Der größere Free Float bringt der TA eine stärkere Gewichtung im Leitindex ATX von rund 15 auf 20 Prozent [gedeckelt]. Die Anpassung erfolgt voraussichtlich am 22. März.
Die TA notiert seit November 2000 an der Wiener Börse, ausgegeben wurden die Aktien damals zu einem Stückpreis von 9,00 Euro. Seither hat die Aktie nach mehrjähriger Berg- und Talfahrt fast 24 Prozent zugelegt.
