Ganz Deutschland wird innovativ
Hochrangige Vertreter aus deutscher Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben am Donnerstagabend im Berliner Kanzleramt eine Initiative für die Förderung von Innovation ins Leben gerufen.
Diese Initiative "Partnerschaft für Innovation" solle dazu dienen, Deutschlands Position auf den Zukunftsmärkten zu sichern, sagte Regierungssprecher Bela Anda nach Abschluss des Treffens.
"Alle waren sich einig, dass Innovation die Grundlage allen Wohlstands ist." Bundeskanzler Gerhard Schröder [SPD] werde am Freitag über Ergebnisse des Innovationsgipfels berichten. Am Rande des Treffens war zu erfahren, dass sich die Teilnehmer in einer Erklärung auf neun konkrete Punkte einigten.
Zuvor hatte Wirtschaftsminister Wolfgang Clement [SPD] mitgeteilt, dass Schröder den britischen Premierminister Tony Blair und den französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac am 18. Februar in Berlin zu einem Dreiergipfel erwartet, bei dem es ebenfalls vor allem um die Förderung von Innovation gehen solle.
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Neben Schröder und Clement hatten von Regierungsseite Außenminister Joschka Fischer [Grüne] und Bildungsministerin Edelgard Bulmahn [SPD] an dem Treffen im Kanzleramt teilgenommen.
Als Spitzenvertreter der Wirtschaft kamen unter anderem Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke, Siemens-Vorstandschef Heinrich von Pierer, BMW-Chef Joachim Milberg und Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber.
Der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Hans-Jörg Bullinger, sagte Reuters vor dem Treffen, Bund, Länder und Wirtschaft müssten ihre Ausgaben für Bildung und Forschung jährlich um sieben Prozent steigern, um das von der Regierung für 2010 angepeilte Ausgabenvolumen von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erreichen.
Industrie-Präsident Michael Rogowski und sein Vize Hans Olaf Henkel äußerten sich skeptisch über die Erfolgsaussichten des Treffens. Schröder hat das Thema Innovation zum zentralen Thema für 2004 ausgerufen.
