SAP will Produktpalette nicht verändern
Das Entwicklungsprojekt "Vienna" des deutschen Softwarekonzerns SAP wird nach Unternehmensangaben nicht zu einer grundlegenden Erneuerung der Produktpalette von SAP führen.
"Die Ergebnisse werden - ähnlich wie bei Konzeptstudien von Autoherstellern - sukzessive in die Weiterentwicklung von mySAP einfließen", erläuterte ein SAP-Sprecher und wies einen Bericht der "Financial Times Deutschland" als übertrieben zurück. "Vienna" sei nur einer von mehreren Aspekten im Rahmen der Entwicklung der so genannten "Enterprise Service Architecture" [ESA].
Bei "Vienna" prüften die Entwickler den Einsatz neuer Bausteine in der mySAP-Produktfamilie, die den Kern der SAP-Produkte bildet. Damit sollten auch die Entwicklungskosten gesenkt werden. Das sei eine kontinuierliche Entwicklung, so der Sprecher weiter.
Der US-Konkurrent Siebel Systems hatte am Montag gemeldet, seine Erwartungen und die der Analysten klar übertroffen zu haben. SAP will Umsatz- und Ertragszahlen am 22. Jänner veröffentlichen.
SAP will in den USA aggressiv wachsenKein Abschluss genannt
Den kolportierten Zeitpunkt für den Abschluss des "Vienna"-Projektes - 2005 oder 2006 - wollte er nicht bestätigen.
SAP ist seit längerem darauf bedacht, für Entwicklungen ähnliche Komponenten mehrfach zu verwenden. Bei "NetWeaver" wird die Verknüpfung von SAP-Software zur Unternehmenssteuerung mit den Produkten anderer Hersteller wie Oracle und Microsoft erleichtert.
