"Beagle 2" ist offiziell nicht mehr
Das europäische Mars-Landegerät "Beagle 2" bleibt weiter verschollen.
Auch bei einem Flug über die Abwurfstelle in Höhe von rund 300 Kilometern hat die Muttersonde "Mars Express" am Mittwoch keine Signale empfangen.
"Wir müssen davon ausgehen, dass es zerstört worden ist oder in einem Krater liegt", so Projektleiter Mike McKay.
Der britische "Beagle"-Chefwissenschaftler Colin Pillinger sagte unterdessen, er habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. In den kommenden Tagen werde es weitere Möglichkeiten geben, um einen Kontakt mit dem Mars-Roboter zu bekommen. Sein Team werde bis zuletzt alles Mögliche unternehmen.
"Beagle 2" war am ersten Weihnachtsfeiertag nach mehreren Monaten im All auf dem Roten Planeten gelandet. Seitdem scheiterten alle Versuche der Kontaktaufnahme.
NASA erfreut, ESA noch optimistischNASA freut sich über Bilder
Die Verantwortlichen der Europäischen Raumfahrtagentur [ESA] verwiesen mehrfach auf die bisher einwandfreie Arbeit der Muttersonde "Mars Express". Diese sei "perfekt" und bisher "ein Triumph", sagte "Mars Express"-Projektleiter Rudolf Schmidt.
Die US-Raumsonde "Spirit" arbeitet derweil problemlos auf dem Mars. Am Dienstag sandte sie ein erstes Farbfoto, das mit seiner Schärfe die Experten bei der NASA begeistert.
Die Aufnahme habe eine bisher "unerreichte Qualität und Auflösung", sagte der NASA-Fachmann James Bell.
Für den 25. Jänner ist die Landung eines zweiten Roboters namens "Opportunity" auf der anderen Seite des Planeten geplant.
Skandal: Der Mars ist braun
Die kommenden Fotos der "Spirit" sollen nach den Erwartungen der
US-Raumfahrtbehörde eine noch bessere Qualität haben. Alle
Instrumente des am Sonntag gelandeten Mars-Roboters funktionieren
einwandfrei.
Mars-Rover der NASA
