NASA erfreut, ESA noch optimistisch
Die US-Raumsonde "Spirit" hat auch am dritten Tag auf dem Mars problemlos gearbeitet und fleißig Bilder gesammelt. Es werde bis zu einer Woche dauern, die Dateien zur Erde zu übertragen, sagte NASA-Experte James Bell.
Aus den einzelnen Motiven soll eine erste farbige Panorama-Ansicht vom Mars zusammengefügt werden.
"Spirit" nutze jede Gelegenheit, die aufgenommenen Bilder zu schicken, teilte die NASA mit. Als Voransichten seien diese bereits begutachtet worden, präzisierte der NASA-Geologe Steve Squyres.
Der Marsroboter sendet über eine Bordantenne entweder direkt zur Erde oder aber auf dem Umweg über Satelliten, der deutlich größere Übertragungsraten zulässt. Bis zu 100 MB Daten müssen laut Bell die 400 Millionen Kilometer vom Mars zurücklegen.
Am Montag hatte die NASA der Öffentlichkeit ein schwarz-weißes Panorama-Bild präsentiert, das mit 3-D-Technik in den ersten Stunden nach der Landung des Marsmobils am Wochenende aufgenommen wurde. Für die entsprechende Ansicht in Farbe sollte "Spirit" 75 Farbaufnahmen liefern. Jedes Motiv wurde fünfmal mit verschiedenen Filtern fotografiert.
Mars-Mission der NASAESA hofft noch
In gut einer Woche könnte der NASA-Roboter seine 40 Zentimeter hohe Plattform verlassen und sich auf die Mars-Oberfläche wagen. Dann beginnt der wissenschaftliche Teil der Arbeit mit der Analyse der Bodenvorkommen.
Am 25. Januar bekommt "Spirit" Besuch von seinem Zwillingsroboter "Opportunity", der auf der gegenüberliegenden Marsseite seinen Job aufnehmen soll.
Während "Spirit" fleißig an seine Kontrollstation funkt, warten die europäischen Raumfahrtexperten auf eine neue Chance, Kontakt zu ihrem verschollenen Marsgefährt "Beagle 2" aufzunehmen.
Am Mittwoch sollte die Raumsonde "Mars Express" der Europäischen Raumfahrtagentur [ESA] exakt jene Stelle überfliegen, wo der europäische Erdling vermutet wird. Dann könnte der Kontakt den Experten zufolge doch noch klappen.
Mars-Mission der ESA
