Nokia will aggressiv wachsen
Der finnische Mobilfunkausrüster Nokia will den Umbau zum Multimedia-Anbieter auch durch Firmenkäufe beschleunigen.
"Akquisitionen sind immer eine Möglichkeit, wenn man die finanziellen Mittel hat. Nokia hat knapp zwölf Milliarden Euro in der Kasse", so Multimedia-Chef Anssi Vanjoki.
In Frage kämen dabei Bereiche, in denen der Konzern nicht organisch wachsen könne.
"Bei Vertrieb, Logistik und Markenmanagement müssen wir nichts dazu kaufen, weil wir dort bereits führend sind. Aber warum sollten wir nicht Technologie oder Inhalte dazukaufen?", wird Vanjoki in der "Wirtschaftswoche" zitiert. Wenn eine Akquisition helfe, in einen Markt schneller einzusteigen, dann würde Nokia zugreifen.
In Westeuropa fiel der Nokias Marktanteil bei Handys innerhalb eines Jahres von 51 auf 42 Prozent. Siemens konnte dabei vor allem im Segment billiger und mittlerer Handys auf Kosten von Nokia zulegen. Mit Mobiltelefonen der oberen Preisklassen steigerte sich Samsung von 7,6 auf 8,6 Prozent.
Nokia verliert in WesteuropaMusik-Label in Erwägung
Nokia habe sich das Ziel gesetzt, bereits bis Jahresende "ein profitables Multimediageschäft" zu betrieben.
"Wir sind kein traditioneller Mobiltelefonhersteller mehr. Wir sind Kamerahersteller, Software- und Spieleentwickler und mobiler IT-Dienstleister", sagte Vanjokis, der sogar die Gründung eines eigenen Musik-Labels für möglich hält.
