"Beagle 2" schweigt weiter
Vom Mars-Landegerät "Beagle 2" fehlt nach wie vor jede Spur.
Wie ein Sprecher des europäischen Marsprojekts am Sonntagabend mitteilte, gelang es auch im vierten Versuch nicht, mit Hilfe der US-Sonde "Mars Odyssey" Signale des Mars-Roboters aufzufangen. Drei weitere Versuche, mit dem Lovell-Teleskop im westenglischen Jodrell Bank ein Zeichen von "Beagle 2" zu bekommen, waren zuvor ebenfalls fehlgeschlagen.
Dem Sprecher zufolge sollen bis zum Jahresende vier weitere Versuche unternommen werden, eine Verbindung zwischen dem Teleskop oder "Mars Odysssey" und dem Landegerät herzustellen.
Warten auf 4. Jänner
Am 4. Jänner biete sich dann die beste Möglichkeit für eine
Kontaktaufnahme zwischen "Beagle 2" und der europäischen Muttersonde
"Mars Express", dem eigentlichen Herzstück der Mission der
Europäischen Raumfahrtagentur [ESA].
Rückschlag bei Mars-Projekt eingeräumtStolz auf Muttersonde
Die Signale, eine kurze Melodie der britischen Popband Blur, wären der Beweis für die erfolgreich verlaufene Landung von "Beagle 2" am vergangenen Donnerstag. Als großen Erfolg der Mission werten die Wissenschaftler, dass sich die Muttersonde "Mars Express" seit Donnerstag planmäßig auf ihrer Umlaufbahn um den Roten Planeten befindet.
Der Orbiter soll in den kommenden Tagen ausführliche Untersuchungen der Oberfläche, Bodenstrukturen und Atmosphäre des Planeten vornehmen. Die Inbetriebnahme einiger wissenschaftlicher Bordinstrumente wird Mitte Jänner beginnen. Die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse werden in der zweiten Monatshälfte erwartet.
"Beagle 2" hatte sich am 19. Dezember vom "Mars Express" abgetrennt und war im freien Fall auf den Planeten zugestürzt. Am vergangenen Donnerstag sollte das Landegerät in die Marsatmosphäre eintauchen und anschließend auf der Oberfläche des Planeten landen.
