Rückschlag bei Mars-Projekt eingeräumt
Die für den bislang schweigenden Mars-Roboter "Beagle 2" verantwortlichen britischen Wissenschaftler geben die Hoffnung für das Projekt zwar nicht auf, räumen aber einen herben Rückschlag ein.
Professor Allen Wells vom "Beagle"-Kontrollzentrum in Leicester sagte am Samstag zu den bislang fehlgeschlagenen Versuchen der Kontaktaufnahme zu der Landeeinheit: "Das sind keine guten Nachrichten, das ist ein Rückschlag."
Auch im sechsten Versuch gelang es heute morgen nicht, ein Signal von der Landeeinheit zu empfangen. "Odyssey" soll in den nächsten Tagen weiter versuchen, Signale vom Mars zu orten.
Auch ein von der US-Sonde "Odyssey" ausgestrahltes Signal, mit dem die Uhr von "Beagle 2" neu eingestellt werden sollte, habe keinen Erfolg gebracht. Jedoch seien er und sein Team weit davon entfernt aufzugeben, sagte Wells.
Weiter kein Signal von "Beagle 2"Noch besteht Hoffnung
Alle Hoffnungen würden nun auf das Beagle-Mutterschiff "Mars Express" gerichtet, das viel höhere Chancen habe, mit der Marssonde zu kommunizieren als die US-Sonde "Odyssey".
"Beagle 2"-Chefwissenschaftler Colin Pillinger, der die Idee für den britischen Mars-Roboter vor sechs Jahren entwickelte, sagte, "Mars Express" sei der ursprüngliche Kommunikationskanal, mit dem fünf Jahre lang Tests unternommen worden seien.
Allerdings könne mit "Mars Express" erst am 4. Jänner eine erneute Kontaktaufnahme zu "Beagle 2" versucht werden.
