25.12.2003

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Nordkorea will bei IT-Nutzung aufholen

Nach Jahren der Restriktion will Nordkorea nun bei der Computernutzung aufholen.

Staatsoberhaupt Kim Jong Il hat für das 21. Jahrhundert drei Arten von "Narren" ausgemacht: Leute die rauchen, Personen die keine Musik lieben und solche die keinen Computer bedienen können.

Entsprechend wird die technische Ausbildung sowie Benutzung von Computern in dem kommunstischen Staat vorangetrieben, trotz des von der US-Regierung geführten Import-Embargos für neue PC-Hardware.

Zudem erschwert mitunter der restriktive Umgang mit E-Mails Nordkorea das Schritthalten bei der Technologieentwicklung und Fortbildung.

Drei Tage für ein E-Mail

Obwohl laufend PCs staatlichen Institutionen wie dem Militär, landwirtschaftlichen Kooperativen und Ministerien installiert werden, haben nur wenige Nordkoreaner abseits davon Zugang zu PCs oder E-Mail. Derzeit sollen nur wenige staatliche Organisationen, wie beispielsweise Tourismusbehörden, überhaupt Zugang zu E-Mail haben.

Während das Verschicken von E-Mails üblicherweise nur wenige Minuten in in Anspruch nimmt, dauert ein E-Mail nach Pjöngjang bis zu drei Tage, berichtet ein Sprecher der Hanarp Telecom aus Südkorea.

Hanaro verschickt Files per E-Mail zu einem Vertreter nach Peking, der diese herunterlädt und auf CD brennt, die wiederum per Luftpost nach Pjöngjang verschickt wird. Grund dafür ist, dass Nordkorea vorerst keine Geschäfte über E-Mail zulässt.

Langzeitprojekt für Samsung

Der südkoreanische Hersteller Samsung lagert bereits seit 2000 an das Computer Center in die Hauptstadt Pjöngjang aus. Dort wird im Auftrag Samsungs Software für Internet-Suchmaschinen und Media-Player entwickelt sowie Linux-basierte Programme.

Doch die Produktivität ist laut Samsung derzeit noch rund halb so hoch wie bei vergleichbaren Projekten in Russland oder Indien. Samsung sieht die Investitionen jedoch als Langzeitprojekt, man hoffe derart die besten Köpfe in sein Team zu bekommen, so ein Sprecher von Samsung.